Landtagswahl Sachsen (30. August 2009)
Spitzenkandidaten:
Für die CDU: Ministerpräsident Stanislaw Tillich
Für die Linke: Fraktionschef André Hahn
Für die SPD: Arbeitsminister Thomas Jurk
Für die FDP: Holger Zastrow
Die Ergebnisse der Landtagswahl von 2004 (124 Abgeordnete insgesamt):
- CDU: 41,1 % - 55 Abgeordnete (Ministerpräsident Althaus in einer CDU/SPD-Regierungskoalition)
- PDS: 23,6 % - 31 Abgeordnete
- SPD: 9,8 % - 13 Abgeordnete
- NPD: 9,2 % - 12 Abgeordnete
- FDP: 5,9 % - 7 Abgeordnete
- Die Grünen: 5,1 % - 6 Abgeordnete
Bei der Wahl 2004 verlor die CDU erstmals nach der Wende die absolute Mehrheit und musste eine Koalition mit der SPD eingehen, um die Regierung bilden zu können. Die SPD scheint von dieser Regierungsbeteiligung profitieren zu können - die Umfragewerte liegen derzeit weit über dem Ergebnis von `04. Ministerpräsident Stanislaw Tillich trat die Nachfolge von Georg Milbradt an.
Knapp über der SDP liegt noch immer die Linke (als Nachfolgepartei der PDS), welche auch dieses Jahr die zweitstärkste Partei in Sachsen zu stellen versucht.
FDP und Die Grünen scheinen dieses Mal sicher in den Landtag zu kommen und insgesamt leicht über den Ergebnissen aus `04 zu liegen. Ihr Ziel dürfte es sein, ihre Anhänger zum Wahlgang zu mobilisieren. Schließlich haben beide Parteien bei früheren Wahlen schlechte Erfahrungen mit der Wahlmüdigkeit der Wähler gemacht - zumal bei scheinbar klaren Vorzeichen.
Die Prognosen für die NDP schwanken stark. So sehen manche Umfrageinstitude die Rechtsextremen klar unter 5% anderen bei einem ähnlich starken Ergebnis wie bei den letzten Wahlen. Bei ihnen wird es darauf ankommen, ihre internen Probleme zu lösen und nicht einen derart zerstrittenen Eindruck zu hinterlassen wie zuletzt. Finanziell kann sich die NPD kein Misserfolg mehr leisten, da ihr Parteikonto infolge eines kriminellen Schatzmeisters und eines falschen Rechenschaftsberichts kurz vor dem Kollaps steht.
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