Hintergrundinformationen Oskar Lafontaine

31.03.2009

Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine [ˌɔskaʁ lafɔn'tɛːn] (* 16. September 1943 in Saarlouis-Roden) ist ein deutscher Politiker. Von 1985 bis 1998 war er Ministerpräsident des Saarlandes. Er war Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 1990 und von 1995 bis 1999 deren Vorsitzender. Nach der Bundestagswahl 1998 übernahm er das Bundesministerium der Finanzen. Im März 1999 legte er alle politischen Ämter nieder und trat fortan als Kritiker des rot-grünen Regierungskurses Gerhard Schröders auf.

2005 wechselte Lafontaine von der SPD zur neu gegründeten Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG). Diese ging durch seine Initiative im Juni 2005 ein Wahlbündnis mit der PDS ein, die sich dafür in Die Linkspartei.PDS umbenannte. Seit der Bundestagswahl 2005 ist Lafontaine mit Gregor Gysi Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Seit dem 16. Juni 2007 ist er neben Lothar Bisky Parteichef der neugebildeten Partei Die Linke.


Oskar Lafontaine entstammt einer Handwerkerfamilie aus Saarlouis. Sein Vater Hans Lafontaine war von Beruf Bäcker und fiel im Zweiten Weltkrieg. Seine Kindheit verbrachte Lafontaine in Dillingen, wohin seine Mutter (Katharina, geb. Ferner, † 2006) nach dem Tod des Vaters gezogen war. Er hat einen Zwillingsbruder namens Hans.

Als Schüler besuchte er ein katholisches Internat: das Bischöfliche Konvikt des Regino-Gymnasiums in Prüm (Eifel). Hier erwarb er 1962 die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Er studierte dann als Stipendiat des Cusanuswerks der katholischen Bischöfe Deutschlands Physik in Bonn und Saarbrücken und beendete sein Studium 1969 als Diplomphysiker. Das Thema seiner Diplomarbeit war die Züchtung von Bariumtitanat-Einkristallen. Bis 1974 war er bei der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken tätig, ab 1971 als Mitglied ihres Vorstands.

Lafontaine ist in dritter Ehe verheiratet mit Christa Müller und hat zwei Söhne. Er ist römisch-katholischer Konfession.

 

Textquelle: Seite „Oskar Lafontaine“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. März 2009, 23:22 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Oskar_Lafontaine&oldid=58322259 (Abgerufen: 31. März 2009, 10:25 UTC)

Bildquelle: http://die-linke.de/fileadmin/download/pressefotos/august2005/lafontaine_august2005.jpg, zugegriffen am: 25.03.2009

 

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