Lafontaine zieht über Rot-Grün her
Bei seinem Wahlkampfauftritt in Freiburg attakiert Oskar Lafontaine vor allem die SPD und die Grünen. Dabei sind diese beiden Parteien weder in Baden-Württemberg an der Regierung noch im Bund. Grund der Attacken ist vielmehr, dass Lafontaine in diesen beiden Parteien potentielle Wähler vermutet, welche aus taktischen Gründen am Sonntag ihr Kreuz bei der Linken machen sollen.
So fordert er Anhänger der Sozialdemokraten und der Grünen auch offen zur Wahltaktik auf, denn: "Nur wenn die Linke drin ist, ist Mappus weg!" so Lafontaine.
Allerdings müsste die Linke dann mit SPD und Grünen eine Koalition bilden. Der Wille dazu wirkt wenig glaubhaft, wenn Lafontaine den potentiellen Partnern in einer Regierung vorwirft, dass sie für Hartz IV verantwortlich seinen. Dieses Gesetz nennt Lafontaine "ein Anschlag auf die Menschenwürde".
Auch bei der Finanzkrise seien die beiden mitverantwortlich, denn "Rot-Grün hat die Giftpapiere zugelassen." So kommt er schließlich zu der Einsicht, dass "Rot-Grün nicht verlässlich ist " und "Grüner Kapitalismus ist unmöglich." Genau dies ist aber als politisches Ziel der Grünen benannt worden.
Am Ende seiner Rede ruft er den Zuhörern zu: "Empört Euch!" Tatsächlich empören sich einige der Zuhörer über die Rede Lafontaines und sein Umgang mit Rot-Grün. Andere beschränken sich auf Kopfschütteln.
Bild- undTextquelle: Lafontaines Auftritt in Freiburg - Badische Zeitung, zugegriffen am 23.03.2011
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