S21 - Communication Breakdown
Wochenlang wurde den Befürwortern von S21 vorgeworfen, dass sie sich keiner Diskussion stellen. Nach langem Zögern haben sich Stuttgarts Bürgermeister Wolfgang Schuster, S21-Sprecher der Bahn Drexler und andere bereit erklärt, dass sie mit den Gegnern des umstrittenen Bahnprojekts einen runden Tisch bilden.
Jetzt schalten die Gegner auf stur. Bevor die Bauarbeiten nicht unterbrochen werden, soll es keine Gespräche geben. Der Termin am Freitag wurde abgesagt.
Damit ist der Communication Breakdown in Stuttgart vollendet. Anstatt miteinander zu reden, wird übereinander geredet. Meist wenig sachlich und umso emotionaler.
Die Bauarbeiten am Nordflügel des Bahnhofs gehen derweil ebenso weiter wie die Proteste dagegen. Am Montag sah die Großdemo 20.000 Protestler (die Polizei spricht von 8.000) und ein besetzter Baum wurde vom SEK geräumt.
Stuttgart taumelt auf eine Eskalation zu. Der Stuttgarter Bürgermeister überlegt sich, ob er auf einer Demonstration die Gründe für S21 erläutern soll. Voraussetzung wäre, dass er dort auf angehört wird - was die Gegner nicht garantieren können. Weiteres Hindernis zu einem öffentlichen Auftritt des Bürgermeisters sind Drohungen gegen seine Person.
Der Verdacht, dass S21 von verschiedenen Parteien instrumentalisiert wird, drängt sich auf.
Bahnprojekt Stuttgart 21: Gegner lassen Spitzengespräch platzen
Die Gegner des umstrittenen Bahnhofsumbaus in Stuttgart haben ein für Freitag geplantes Spitzengespräch über das Milliardenprojekt abgesagt. Die Gegner des umstrittenen Bahnhofsumbaus in Stuttgart haben ein für Freitag geplantes Spitzengespräch über ...
Textquelle: STERN.DE, zugegriffen am 07.09.2010
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