Wikileaks-Gründer Julian Assange unter Verdacht
In Schweden wurden Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung aufgenommen. Der 39-jährige Australier wurde kurzzeitig in Gewahrsam genommen, aber der Haftbefehl später wieder aufgehoben, da kein Verdacht auf Vergewaltigung vorliege.
Für die Internetgemeinde bietet der Fall Anlass zu Spekulationen. Die Verschwörungstheoretiker vermuten bereits, dass die internationalen Geheimdienste den ungeliebten Internetmacher mit dem Totschlaginstrument "Gewalt gegen Frauen" verunglimpfen, mundtot und aus dem Verkehr ziehen wollen.
Tatsächlich hat auch der Fall Kachelmann gezeigt, dass bei derartigen Vorwürfen es sehr schwer für die Gerichte ist, die Wahrheit ans Licht zu befördern. Richtig ist auch, dass allein der Vorwurf genügt um die Glaubwürdigkeit von Männern zu beeinträchtigen. Ebenfalls komisch ist die Tatsache, dass ein solcher Vorwurf in Schweden so schnell in die Öffentlichkeit getragen wird.
Eine der beiden Frauen, die Anzeige gegen Assange gestellt haben, hat die Vorwürfe nochmals wiederholt. Sie wehrt sich auch gegen die Vorbehalte der Internetgemeinde: "Unsere Anschuldigungen gegen Julian Assange sind natürlich weder vom Pentagon noch von jemand anderem inszeniert worden. Die Verantwortung liegt allein bei einem Mann mit einem schiefen Frauenbild und einem Problem, dass er ein Nein nicht akzeptieren kann."
Es steht also Aussage gegen Aussage - man kann nur hoffen, dass die Gerichte die Wahrheit erkennnen können.
Ermittlungen gegen Wikileaks-Chef Assange: Das Rätsel um die Sex-Vorwürfe
Die Ermittlungen wegen sexueller Nötigung gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange bleiben mysteriös. Ist es vorstellbar, dass dahinter eine Intrige gegen den mutigen Enthüller von geheimen US-Unterlagen steckt? Oder ist die Wahrheit schlichter? ...
Bild- und Textquelle: STERN.DE, zugegriffen am 23.08.2010
Kommentare zu diesem Artikel