WikiLeaks macht Afghanistan-Katastrophe transparent

26.07.2010

Das Enthüllungsportal WikiLeaks stellt im Internet eine Sammlung von 92 000 Militärdokumenten der Öffentlichkeit vor.

Die Weltöffentlichkeit zeigt sich empört über die Dinge, die in Afghanistan geschehen und verheimlicht werden. Übergriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung, der Tod vieler Unschuldiger, das Vorrücken der Taliban, die Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes für die Taliban... Was bisher nur vermutet werden konnte, scheint nun gruasame Wirklichkeit.

Die USA sind aus einem ganz anderen Grund empört. Mit der Einstellung der Dokumente würden Militärgeheimnisse verraten und Soldaten in Gefahr gebracht.

Mag sein, dass auch die amerikanische Regierung hier recht hat, aber WikiLeaks sorgt hier mal wieder für Transparenz und informiert die Öffentlichkeit, wo andere gerne verschweigen, oder lieber betrügen würde. WikiLeaks hat sich mit der Veröffentlichung einen starken Gegner gemacht. Schließlich geht auch die Regierung unter Obama verstärkt gegen Whistleblower vor, obwohl anderes versprochen wurde - nämlich mehr Transparenz!

 

Afghanistan-Dokumente: WikiLeaks-Gründer legt sich mit der Weltmacht an

Der Gründer der Website WikiLeaks hat die Veröffentlichung geheimer Dokumente zum Afghanistan-Krieg gegen schärfste Kritik aus dem Weißen Haus verteidigt. Die USA sehen das Leben von Soldaten gefährdet. Guter Journalismus sei „von Natur aus“ kontrovers ...

Textquelle: FOCUS Online, zugegriffen am 26.07.2010

 

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