Afghanistan bis 2014?
Vor der Afgahnistan-Konferenz die unter Teilnahme von 60 Aussenministern stattfinden soll, unter anderem Guido Westerwelle und Hillary Clinton, meldet sich NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zu Wort.
"Nach neun Jahren internationalen Engagements ist es auf schmerzvolle Weise deutlich geworden, dass der Preis, den wir zahlen müssen, viel höher ist als erwartet" schreibt er.
Die Militäroffensiven in das Kerngebiet der Taliban würden "unweigerlich zu heftigeren Gefechten führen". "Bedauerlicherweise wird es mehr Opfer geben."
Nach Informationen vom Sonntag soll bei der Afgahnistan-Konferenz am Dienstag in Kabul der zeitliche Horizont für einen Abzug der internationalen Gruppen besprochen werden. So soll die afghanische Armee bis zum Jahr 2014 die vollständige militärische Kontrolle über das Land übernehmen.
Wie dies gehen soll? Nach den Erfahrungen der letzten 9 Jahre, dem Erstarken der Taliban und lokaler Warlords, dem Wahlbetrug bei der Präsidentenwahl, dem weiterhin blühenden Handel mit Drogen, der korrupten und am Boden liegenden Wirtschaft ... ist eine zeitliche Begrenzung des Militäreinsatzes gar nicht möglich. Zumindest, wenn man irgend etwas erreichen will und Afghanistan nicht sofort wieder ins Chaos stürtzen soll.
Aber vielleicht ist dies nur noch zweitrangig und man will einfach nur noch raus aus Afghanistan, egal, welche Auswirkungen das dann auch haben möge.
Rasmussen: Afghanistan-Einsatz ist unterschätzt worden
Vor der Konferenz zur Zukunft Afghanistans hat NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen eingeräumt, dass die internationale Gemeinschaft den ...
Bild- und Textquelle: AFP, zugegriffen am 19.07.2010
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