Niebel enttabuisiert Israel-Politik
Die Bundesrepublik Deutschland unterhält ganz besondere Beziehungen zu Israel. Nach dem Ende der Nazi-Diktatur war man bemüht, zu Israel ganz besonders gute Beziehungen aufzubauen. Dabei wurden die Beziehungen der Länder nicht nur normal, sondern man ging darüber hinaus - Kritik an Israel wurde zu einem Tabu in der deutschen Politik.
Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) bricht nun mit diesem Tabu. Inhaltlich geht es darum, dass Niebel den Gaza-Streifen besuchen wollte. Dies war ihm, nach eigenen Worten, vom israelischen Verteidigungsministerium zugesagt worden, aber das Außenministerium untersagte den Besuch.
Niebel sagt, dass Gaza kein besetztes Land ist und er die Reise nutzen wollte, um "die legitime Regierung Fayat zu stützen".
Die Kritik an Israel sei gerechtfertigt, da man "Unter Freunden Fehlentwicklungen deutlich benennen" sollte, so Niebel.
Trotzdem prasseln nun auf Niebel Vorwürfe von allen Seiten ein. Für die meisten Politiker Deutschlands vleibt Kritik an Israel weiter ein Tabu.
Verhinderter Gaza-Besuch Niebel verteidigt seine Israel-Schelte
War seine Empörung über das Reiseverbot für den Gazastreifen nur inszeniert? Entwicklungsminister Niebel wehrt sich gegen Vorwürfe, seine Kritik an Israel sei nur Show. Sein Gaza-Besuch sei zunächst genehmigt worden - dann habe sich jedoch das ...
Textquelle: Spiegel Online, zugegriffen am 21.06.2010
Ehrliche Enttäuschung oder Show? Entwicklungsminister Niebel wehrt sich gegen Vorwürfe, die Empörung über die verweigerte Einreise in den Gazastreifen sei bloße Inszenierung. Das sieht der Zentralrat der Juden anders. Auch andere Politiker seien im ...
Textquelle: FOCUS Online, zugegriffen am 21.06.2010
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