Joachim Gauck ohne Chance
Mit der Mehrheit in der Bundesversammlung im Rücken meinte die Regierungsspitze aus CDU/CSU und FDP, dass das Thema Präsidentenwahl mit der Nominierung von Christian Wulff erledigt wäre. Doch SPD und Grünen ist mit ihrem Gegenkandidaten Joachim Gauck ein Coup gelungen.
Joachim Gauck gewinnt nicht nur in der Bevölkerung eine immer höher werdende Wertschätzung, sondern findet auch in Reihen der FDP und der CDU seine Anhänger.
In den Medien wird Gauck mittlerweile als der bessere Kandidat wahrgenommen und geschildert - insbesondere auch in der auflagenstarken Springer-Presse.
Trotzdem wird es wohl bei der Wahl am 30.06.2010 nicht so eng werden, wie man glauben könnte. Schuld daran ist die Linke. Wie Oskar Lafontaine bei Anne Will deutlich machte, ist Joachim Gauck keine Alternative für die Linke. Die Argumentation Lafontaines erscheint fadenscheinig - Tatsach ist, dass in der Linkspartei gegen den Ex-Stasiaufklärer Vorbehalte herrschen. So wird die Linke einen eigenen Kandidaten aufstellen. Stimmen, die Gauck bei der Wahl fehlen werden.
Der irritierend sympathische Herr Gauck
Eigentlich wollte die Koalition mit der rasanten Nominierung von Christian Wulff für die Wahl zum Bundespräsidenten wenigstens dieses Thema schnell abhaken. Doch das Gegenteil ist der Fall, wobei das weniger an Wulff als an seinem ...
Textquelle: Frankfurter Rundschau, zugegriffen am 07.06.2010
FDP pfeift ihre Gauck-Sympathisanten zurück
Die FDP ringt in der Frage der Bundespräsidenten-Wahl um Geschlossenheit: Führende FDP-Politiker stärken dem CDU-Kandidaten Christian Wulff den Rücken und rufen so indirekt die Abweichler aus den eigenen Reihen zurück. Trotz wachsender Kritik in ...
Bild- und Textquelle: Derwesten.de, zugegriffen am 07.06.2010
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