Der nächste Präsident: Christian Wulff
Donnerstag 19:30 Uhr, die Spitzen aus CDU, FDP und CSU treten vor die Kameras und verkünden Christian Wulff zum gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten.
Augenscheinlich sind Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden. Die zuvor als Favoritin gehandelte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen stieß hingegen auf Vorbehalte aus Teilen der Union und FDP.
Christian Wulff ist Ministerpräsident von Niedersachsen, 50 Jahre alt, katholisch, in zweiter Ehe und Vater eines 2-jährigen Sohnes. Der Jurist gilt als Mann des Ausgleichs und möchte, anders als Köhler, nicht als Stachel in der Politik verstanden werden.
Die Nominierung von Christian Wulff wird in der Opposition nicht als Konsenslösung gesehen. Wollte man aus der CDU sich zunächst auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen, so wurde diese Chance vertan, so Klaus Wowereit.
Auch die Grünenspitze aus Claudia Roth und Cem Özdemir sehen die Kandidatenauswahl von machttaktischem und parteipolitischen Kalkül gekennzeichnet.
SPD und Grüne stellen nun den parteilosen Joachim Gauck (70) als Gegenkandidaten auf. Gauck ist Theologe und war lange Jahre für die Aufarbeitung der Stasi-Akten verantwortlich, welche umgangssprachlich auch Gauck-Behörde genannt wurde.
Die Linke kann sich natürlich auch mit diesem Gegenkandidaten nicht anfreunden. Die Partei wird wohl mit einem eigenen Kandidaten antreten.
In der Bundesversammlung stellt die Koalition aus CDU, CSU und FDP eine klare Mehrheit. Es kann also davon ausgegangen werden, dass der neue Präsident am 30.06. Christian Wulff heißen wird.
Wulff soll Bundespräsident werden: Opposition kritisiert "fehlende ...
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) soll nach dem Willen von Union und FDP der zehnte Bundespräsident werden. Am Donnerstagabend schlugen die Spitzen der Koalition öffentlich als Nachfolger von Horst Köhler vor. ...
Bild- Textquelle: RP ONLINE, zugegriffen am 04.06.2010
Kommentare zu diesem Artikel