Lafontaine gewinnt Machtkampf mit Bartsch in Abwensenheit
"Sozial, gerecht und friedlich" unter diesem Motto fand die Klausur im Kongresszentrum am Berliner Alexanderplatz der Linken statt. Aber friedlich ging es zuletzt bei der Linken nicht zu. Die Debatte um den Streit von Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch und Parteichef Oskar Lafontaine überschattete alles.
Jetzt wurde es auch Gregor Gysi zu viel. Er beklagt "unerträgliches Klima der Denunziation" innerhalb der Partei. (Vielleicht sind bei der Ost-Linken noch zu viele Ex-Stasi-Spitzel, welche Denunziation als legitimes Mittel ansehen -
)
Gysi stellt sich im Streit hinter Lafontaine - der Leidtragende könnte Dietmar Bartsch sein. Diesem wird vorgeworfen, dass er Details vom Führungsstreit an das Nachrichtenmagazin Spiegel verraten hat. Die Lösung des Problems wird wehtun, sagt Gysi und meint damit wohl, dass sich Bartsch kaum längerfristig an seinen Stuhl klammern dürfte.
Lafontaine, der nach seiner Krebs-Operation nicht bei der Klausur anwensent war, dürfte dies mit Genugtuung sehen. Der machtbewußte Politiker aus dem Saarland sieht sich nach dem Streit gestärkt.
Die Ost-Linken wollen aber auch an Bartsch festhalten - so könnte der Streit um Personen in einen bereits überwundenen Streit von Ost und West enden.
Die Linke im Dauerstreit: Gysi lässt Bartsch fallen
Das Motto, das die Linken-Bundestagsfraktion für ihre Klausur im Kongresszentrum am Berliner ...
Textquelle: Hamburger Abendblatt - Von Karsten Kammholz, zugegriffen am 12.01.2010
Kommentare zu diesem Artikel