Klatsche für Koch-Mehrin - Jerzy Buzek ist Präsident
Die Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin (FDP) ist zur Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt worden. Richtig freuen kann sie sich über diese Wahl aber nicht.
Für das Amt standen 15 Kandidaten bereit. 14 Vize-Präsidenten wurden gewählt. Doch was nach einer sicheren Wahl aussah wurde für Koch-Mehrin zur Zitterpartie.
Erst im letzten 3ten Wahlgang bekam sie die erforderliche Mehrheit. Lediglich 186 Stimmen reichten zur Wahl. Dabei wurde Koch-Mehrin von den Grünen gewählt, die sie als "das geringere Übel" bezeichneten. Der unterlegene Gegenkandidat von Koch-Mehrin war der Pole Michal Tomasz Kaminski, der in der Vergangenheit durch rassistische Bemerkungen auf sich aufmerksam gemacht hat.
Koch-Mehrin ist wegen ihrer mangelhaften Teilnahme an den Parlamentssitzungen umstritten. Außerdem ist Koch-Mehrin in der eigenen Fraktion unbeliebt, weil sie ihren Kollegen vorwarf, dass diese bei den Sitzungen in Straßburg massenhaft Prostituierte in die Stadt zögen. Das ist zwar eine Tatsache, wird aber ungerne ausgesprochen und gehört.
Präsident des Europäischen Parlament wurde zuvor Jerzy Buzek. Der Pole erreichte 555 von 644 Stimmen. Buzek war Solidarnosc-Aktivist und sah sein Ziel als Volksvertreter in einem freien Polen. "Jetzt bin ich Präsident des EU-Parlaments. So hat sich unser Kontinent verändert", sagte der 69-Jährige mit Tränen in den Augen.
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Bild- und Textquelle: AFP, zugegriffen am 15.07.2009
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Textquelle: RP ONLINE VON ANJA INGENRIETH, zugegriffen am 15.07.2009
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